ciacconna clox

Mit oft winzigen, dafür aber umso raffinierteren Mitteln schafft ciacconna clox Kindertheater auf hohem Niveau. Im Gegensatz zur alltäglichen Reizüberflutung und Effekthascherei geht es der Compagnie um unaufdringlich starke und poetische Bilder, die gerade in der Schlichtheit enorme Wirkung entfalten. ciacconna clox mutet den Zuschauern einiges zu, ohne den Kontakt zu ihnen zu verlieren. Kinder werden ernst genommen, in ihrer Fantasie gefordert. Der Tanz steht im Mittelpunkt, aber die Compagnie arbeitet immer mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Genres zusammen. Dadurch, dass das Theater sich nicht auf die Sprache beschränkt, sondern alle Sinne anspricht, gerät es zu einem Gesamtkunstwerk, das eine kreative Nähe zu den Kindern und Erwachsenen sucht, ohne sie zu bedrängen oder gar auf die Schippe zu nehmen.

Aus der Begründung der Jury zum Leipziger Bewegungskunstpreis 2009


Clox sind Schuhe aus Holz. Barfuss jedoch stehen meist die drei Tänzerinnen der im Herbst 2002 gegründeten Compagnie ciacconna clox auf der Bühne. Die Ciacconne war ihre erste gemeinsame Arbeit.
Als Tänzer und Choreografen bereichern Helene Krumbügel, Konstanze Büschel und Ulrike Schauer seit ihrer Ausbildung in zeitgenössischem Tanz die freie Tanz-und Theaterszene. Ihre durchaus unterschiedlichen Profile und Auffassungen dessen, was Tanz in der heutigen Zeit ausmacht, verdanken sie den verschiedenen Prägungen ihrer tänzerischen Ausbildung, die die drei an Orten wie Berlin, New York und Leipzig erhielten.
Gemeinsam ist den Dreien jedoch das Interesse, den zeitgenössischen Tanz als variable Kommunikationsform zwischen den künstlerischen Genres zu etablieren. Deshalb realisieren sie mit ihrer Compagnie ciacconna clox Tanzprojekte im oft ungewöhnlichen Zusammenspiel. Ihre Gäste sind in den unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen zuhause. In den bisherigen Produktionen der Compagnie arbeiteten Künstler aus den Bereichen Schauspiel, Musik, bildender Kunst, Hörfunk sowie Video- und Filmkunst mit den ciacconna clox zusammen. Die Basis dieser kreativen Austauschprozesse bleibt jedoch immer der zeitgenössische Tanz.